N E U I G K E I T E N

 

 

 

KulturRaum³ in Zusammenarbeit mit den Tapetenwechslern

 

Einsam oder lieber Mehrsam

 Wie geht Mehrgenerationenwohnen

 

In Groß-Britannien ist ein Ministerium gegen Vereinsamung geplant und in einer Schlagzeile vom 2. März tituliert WELT.DE: Schlimme Krankheit Einsamkeit.

 Um diesem Problem entgegenzuwirken, veranstaltete der KulturRaum³ in seiner Diskurs-Reihe „Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Wohnen“ am vergangenen Freitag in der Montessori-Gesamtschule das „Wohnen neu bedacht“.

 

Moderiert von Hartmuth Schlüter-Müller, stellte sich der Verein Tapetenwechsel – Mehr Generationen Wohnen e.V. vor. Einige Mitglieder erzählten von ihren Beweggründen, sich in einem (für Borken) neuen Wohnkonzept zu versuchen.

 

Anschließend referierte Birgit Pohlmann als erfahrene Projektmanagerin über Art und Formen des Mehrgenerationenwohnens, was es ist und was es nicht ist. Außerdem erklärte sie die Notwendigkeit einer „zugewandten“ Architektur und den oft schwierigen Werdegang bis zur Entstehung einer solchen Wohnbebauung.

 

Britta Gövert, die seit Jahren in einem der ersten Mehrgenerationen-Projekte in Dortmund lebt, erzählte sehr anschaulich, wie es damals zum Einzug kam und wie für sie und ihre Familie ein Traum wahr wurde. „Wir haben z.B. nie für einen Babysitter zahlen müssen.“ Lächelnd zählt sie die Vorzüge auf.

 

Bei der anschließenden Diskussion wurden zahlreiche Fragen der ca. 80 Anwesenden beantwortet, etwa: „Wo sind in Ihrem Verein die jüngeren Menschen?“ Worauf Frau Pohlmann aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpfend erklärte, dass die Familien mit Kindern immer erst kommen, wenn klare Pläne für die Wohnungen bestehen würden, sie kämen aber mit Sicherheit. „Momentan sind wir in einem Stadium, in dem wir für ein bestimmtes Grundstück in Hovesath planen.“ berichtet der Verein „Ein Architekt ist da, auch ein Bauunternehmer wäre bereit. Noch ist aber nicht entschieden, ob mit einem Investor, mit Eigentumswohnungen oder als Genossenschaft gebaut wird.“ Sobald das gesichert ist und die Planung steht, erfolgt der ersten Spatenstich und die Interessenten werden sich sicherlich melden.

 

Danach trug Mechtild Holzschneider Gedanken vor über das Wohnen in überalterten Einfamilienhaussiedlungen, dem Gefühl der Verbundenheit mit dem eigenen Haus und des einsam Werdens in dieser Heimat. Zum Abschluss dann bedankten sich die Tapetenwechsler bei den Machern des KulturRaum³ und wies auf die Suche nach motivierten MitgestalterInnen, die Suche nach potentiellen (auch Teil-) Investoren und die nächste Veranstaltung im TREFF an der Breslauer Str. hin. Am So. 8. April gibt es dort ein lecker – lockeres Kennenlern-Frühstück zu dem Jeder herzlich willkommen ist. Anmeldung unter info.tapetenwechsel@web.de und im Internet unter www.tapetenwechsel-borken.jimdo.com.

 

Hartmuth Schlüter-Müller beendete den Abend nach zweieinhalb Stunden und stellte den nächsten Diskurs in Aussicht.

 

 

 Es gibt viel zu tun für die „Tapetenwechsler“. Neben der Suche eines geeigneten Standortes zur Realisierung eines „Mehr-Generationen-Wohnens“ plant die Gruppe unter dem Thema „Wohnen neu bedacht“ eine Veranstaltung, die über diese – gar nicht so alternative – Wohnform informiert.

 

 

Fr. 02.03.18, 19.30 Uhr, Montessori Gesamtschule Gemen, Röwekamp 14, Eintritt frei

 


Pressetext für den Kultur Raum3

 

Wohnen neu bedacht“

 

Lasst uns über Wohnen reden!

 In allen Phasen des Lebens braucht der Mensch ein Dach über dem Kopf. Das Thema Wohnen ist heute im Wandel und beschäftigt viele von uns.Der Kultur Raum3 hat eine Veranstaltungsreihe geplant unter dem Oberbegriff „Diskurs - Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Wohnen“.

Die erste Veranstaltung mit dem Titel „Wohnen neu bedacht“ findet am Freitag, den 02.03.2018 um 19.30 Uhr in der Montessori-Gesamtschule in Gemen, Röwekamp 14, statt. Der Eintritt ist frei.

 

An diesem Abend geht es um „Mehrgenerationen-Wohnen“ und der Verein „Tapetenwechsel“ möchte den Bürgern die Ideen, die Planungen, die Probleme, die Erfahrungen und die Wünsche und Träume der „Tapetenwechsler“ vorstellen.

 

Der inzwischen inflationäre Gebrauch des Wortes „Mehrgenerationen“ sorgt öfter für Verwirrung. Nachbarschaftliches Wohnen in einem „ Mehrgenerationen -Wohnprojekt“ ist etwas völlig anderes als ein Mehrgenerationenhaus. Frau Birgit Pohlmann, erfahrene Projektentwicklerin, gibt anschauliche Informationen rund um das Thema.

 

Der Kultur Raum3 lädt alle interessierten Bürger zu einem Abend mit spannenden persönlichen Berichten, Fachinformationen und anregender Diskussion ein.

 

 

 

 

 

 

 

Birgit Pohlmann,erfahren in der Projektentwicklung gemeinschaftlicher Wohnprojekte, unterstützt die Gruppe "Tapetenwechsel"